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Lahrer Zeitung vom 27.08.2004

Spital fordert schnelle Entscheidung

Leitung hofft auf Landeszuschüsse für Umbaupläne / CDU macht sich vor Ort ein Bild der aktuellen Lage

Von Jörg Dendl

Zum zweiten gemeinsam mit dem CDU-Stadtverband veranstalteten Termin begrüßte der Stadtverbandsvorsitzende Gehard Straubmüller auch den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Hermann Burger. Der Leiter des Spitals, Rüdiger Metzger-Thessen, äußerte sich während einer Führung durch das Haus zu den anstehenden Fragen.

Das Spital spreche „nicht nur in der Nachbarschaft die Herzen an“, so der Leiter, und sehe sich in einer schon lange währenden Tradition. Er betonte die „gute Vernetzung“ seiner Einrichtung mit den sozialen Strukturen der Stadt. Mit den Krankenhäusern, den sozialen Diensten und der Arbeitsgemeinschaft der ambulanten Hilfen Lahr stehe man in ständigem Kontakt. Im Haus selbst herrsche eine familiäre Atmosphäre, da sich Bewohner und Personal in den vier Wohnbereichen mit jeweils etwa 20 Plätzen schnell kennen lernen, was für beide Seiten angenehm sei. Im Zentrum stehe die Bemühung um die Mobilität der Bewohner, weshalb das Haus in der Vergangenheit ständig den neuen Bedürfnissen angepasst wurde. Dies bedeute auch immer eine Investition in Technik, erklärte Metzger-Thessen. So seien etwa die Bäder den modernen Pflegestandards angepasst worden.

Bei dem Rundgang wurden aber auch die Probleme deutlich, die durch einen Umbau und eine Erweiterung des Gebäudes gelöst werden sollen. Bürgermeister Axel Lausch sagte in einem Resümee, „es muss hinsichtlich der Anpassung an den gän-gigen Standard etwas getan werden“ und wies auf die Konkurrenzsituation im Umland hin. Der derzeitige Standort der Einrichtung sei ein unschätzbarer Vorteil für die Bewohner, denn sie blieben in ihrer bekannten Umgebung, betreut in einer gewach-senen Einrichtung.

Um den Erhalt des Standorts bemüht sich auch Architekt Ralf Conrad, der seinen Entwurf zum Umbau des Gebäudes vorstellte. Mit 5,6 Millionen Euro seien die veranschlagten Kosten niedriger als für einen kompletten Neubau. Für die Umsetzung der Pläne sei allerdings „die Landesförderung nicht unwichtig“, erklärte Metzger-Thessen. Die hierzu fälligen politischen Entscheidungen müssten aber schnell getroffen werden.

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